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Der Glaube an eine vom wahrnehmenden Subjekt unabhängige Außenwelt liegt aller Naturwissenschaft zugrunde. Da die Sinneswahrnehmungen jedoch
nur indirekte Kunde von dieser Außenwelt bzw. vom “Physikalisch-Realen” geben, so kann dieses nur auf spekulativem Weg von uns erfasst werden. Daraus geht hervor, dass unsere Auffassungen vom
Physikalisch-Realen niemals endgültige sein können. Wir müssen stets bereit sein, diese Auffassungen, d.h. das axiomatische Fundament der Physik zu verändern, um den Tatsachen der
Wahrrnehmungen auf eine logisch möglichst vollkommene Weise gerecht zu werden.
Albert Einstein
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Die Sichtung des aktuellen Erkenntnisstandes der Physik stimmt nachdenklich. Besonders die Entwicklung der
Physik im Verlauf der letzten 100 Jahre wirft m.E. mehr Fragen auf, als man glaubt beantwortet zu haben. Und die Antworten auf die bislang gestellten Fragen legen die Vermutung nahe, dass man
möglicherweise bis heute - mehr oder weniger erfolglos - irrelevante Fragen zu beantworten versucht. Diese Fragen sind entstanden im bisher etwa 400 Jahre andauernden physikalischen Erkenntnisprozess,
welche, von historisch gegebenen Grundhaltungen ausgehend, den Prozess bis heute vollständig bestimmten. Diese „historische und gesellschaftliche Determiniertheit des Erkenntnisprozesses“ bildet meiner
Überzeugung nach das Haupthindernis für einen wahren Erkenntnisfortschritt.
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